Snowboard

Snowboard-Typen

Die verschiedenen Boardtypen unterscheiden sich auf den ersten Blick natürlich rein optisch. Die äussere Form ist aber nicht nur nach ästhetischem Gesichtspunkten gewählt worden, sondern wird auch stark vom Einsatzbereich beeinflußt.

Die wirklich markanten Unterschiede, durch die auch der Charakter eines Boards bestimmt wird, sind mit dem Auge nicht zu erkennen. Hierzu gehören der Kern, die Kanten, das Material des Belags usw.  

Wichtig ist, dass Du weisst, was Du hauptsächlich mit dem Brett machen willst. Natürlich kann man mit einem Freestyler auch mal Carven, aber richtig Spaß macht das halt mit einem Freecarve- oder Raceboard.

1. Freeride Board

Freeride-Bretter sind eigentlich die Allrounder unter den Snowboards. Sie sind für den breitesten Einsatzbereich ausgelegt und auch ideal für Anfänger. Sie sind drehfreudig und leicht auf der Kante zu fahren. Beginner sollten allerdings darauf achten, ein Brett mit wenig Vorspannung zu wählen, die sind im Fahrverhalten gutmütiger und verzeihen auch kleine Fehler. Ansonsten sind die Freerider eigentlich für das Backcountry gemacht, um dort die ersten Spuren im Powder zu ziehen. Auf den ersten Blick sehen sie wie Freestyle-Boards aus, sind aber härter und auch länger und breiter. Das bringt den richtigen Auftrieb im Tiefschnee. Als Schuhe und Bindung empfehlen wir Softboots und Schalenbindung bzw. Soft Step-In.

 

2. Freestyle Board

Auf den ersten Blick gleichen sie den Freeridern, sie sind aber weicher und etwas schmaler. Der Einsatzbereich sind Halfpipes und Funparks, aber auch im freien Gelände sind sie gut zu fahren. Wendigkeit ist für die Tricks extrem wichtig, daher sind sie kürzer als alle anderen Boardtypen. Da beim Freestyle oft auch Fakie gefahren wird, sind Nose und Tail meist identisch geschnitten. Im Freestylebereich kommen ausschließlich Softboots und Schalenbingungen zum Einsatz. Freestyle-Boots sind sehr weich, damit sie genug Bewegungsfreiheit bieten.

3. Freecarve Board

Freecarver sind alpinorientierte Boards. Sie sind daher relativ steif, haben eine große Vorspannung und sind schmal geschnitten. Die Boardlänge ist relativ lang und auch die effektive Kantenlänge ist schon recht groß. Dies sorgt für die nötige Laufruhe in den weitgezogenen, schnellen Schwüngen auf der Kante. Klar, dass dies auf Kosten der Drehfreudigkeit geht. Im Vergleich zu Freeridern sind sie nur noch bedingt für unpräpariertes Gelände geeignet. Anfänger sollten sich Freecarve-Boards erst zulegen, wenn sie auch bei größeren Geschwindigkeiten sicher sind; je schneller man fährt, desto leichter sind die Boards zu steuern. Wir empfehlen Dir hier Plattenbindungen und Hardboots, geeignet sind aber auch steife Softboots oder Step-In Systeme.

 

4. Carving/Race Board

Hier wird es rasant. Raceboards sind sehr hart abgestimmt und haben eine große Vorspannung, wodurch sie keine Fahrfehler verzeihen. Dadurch wird man beim schnellen Carven aber aus der Kurve katapultiert und fliegt förmlich in die nächste hinein. Raceboards sind sehr lang und auch schmal geschnitten, wodurch schnelles Umkanten unterstützt wird. Sie sind nur auf präparierten Pisten gut zu fahren, haben so auch auf richtig hartem Schnee und Eis einen sensationellen Griff. Dafür sorgt auch die längste effektive Kantenlänge aller Boardarten. Für Anfänger sind diese Bretter überhaupt nicht geeignet, sie sollten die Finger davon lassen, sonst gibt es nur Frust statt Fahrspaß.

 

5. Powder Board

Die Exoten unter den Snowboards sind die Tiefschneeboards. Nur wenige Hersteller bieten sie überhaupt noch an. Durch den extrem eingeschränkten Einsatzbereich lassen sich einfach keine großen Verkaufszahlen realisieren, dementsprechend teuer sind sie auch. Sie sind äußerst lang und breit, damit sie den nötigen Auftrieb erzielen. Das Gefühl beim Gleiten im Tiefschnee ist aber traumhaft und nur mit Wellenreiten zu vergleichen. Für den Einsatz auf der Piste sind sie dagegen völlig ungeeignet.

 

 

 

 

 

 

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