
Wachsen ist sehr wichtig um eine lange Lebensdauer für das Snowboard zu erzielen. Wenn man das Snowboard zu weinig wachst, trocknet der Belag aus, was zu Schäden führen kann, in jedem Fall aber die Gleiteigenschaft negativ beeinflusst.
Ein Snowboard ohne Wachs ist wie ein Reifen ohne Luft. Wer richtig wachst, gleitet besser, hat eine sichere Führung und mehr Spaß auf der Piste. Zuerst einmal ist es natürlich wichtig das richtige Wachs zu wählen. Für unterschiedliche Temperaturen und Schneearten werden divese Wachsarten angeboten.
Altes Wachs ausbürsten: Entfernen des alten Wachses und des überflüssigen Wachses. Hier finden Polierschwamm und Bürste Verwendung. Möglich ist auch heißes Wachs aufzutragen und gleich wieder abzuziehen. So entfernt man gründlich allen Schmutz.
Neues Wachs im Zickzack auf den Ski auftropfen lassen. Mit dem Bügeleisen erneut schmelzen und gleichmäßig verteilen, so daß überall ein durchgehender weißer Belag entsteht. Danach vollständig erkalten lassen (ca. 0,5 Stunden) und mit Abziehklinge abziehen. Wer bereits Übung hat, kann auch eine Keycard oder CD- Hülle benutzen. Abgezogen wird immer von der Spitze zum Ende. Danach - falls vorhanden - mit Bronzebürste ausbürsten und mit Roßhaarbürste polieren.
Üblich ist auch die Verwendung von Flüssigwachsen. Diese halten aber nicht so lange, greifen teilweise sogar den Belag an und sind recht teuer.
Achtung:Zu heißes Wachsen mit temperaturungenauen Bügeleisen kann zu nicht wieder rückgängig zu machenden Verbrennungen des Belags führen. Niemals Board mit Klingen entgegen der Laufrichtung abziehen.
Zum Ausbessern von Kratzern werden Reparierstreifen oder Sticks benötigt. Abstehende Belagteile mit einem Stenley-Messer entfernen. Dann die Oberfläche gründlich reinigen und das Repariermaterial auftragen: mit dem Feuerzeug den Stick anzünden, über die schadhafte Stelle halten und das fehlende Polyethylen einzutropfen. Dann nur noch glattstreichen, erkalten lassen und das überflüssige Material abfeilen.
Das Reperaturmaterial kann auch mit einer Lötlampe eingearbeitet werden. Die optimale Temperatur zum Einbringen des Reparaturmaterials beträgt je nach Art 70 bis 120 Grad. Vorsicht: Nur mit mäßiger Temperatur arbeiten, da sonst der Polyethylen - Belag verbrennen oder sich ganz ablösen könnte! (ab ca 135 Grad).
Bei täglichem Gebrauch werden die Kanten durch äußeren Einfluß abgenutzt. Nach etwa 10 Tagen auf der Piste sollten die Kanten neu geschliffen werden, da nach dieser Zeit nicht einmal mehr die Hälfte des Kantengriffes übrig ist.
Kanten nach dem Schleifen polieren, um Rosten vorzubeugen und die Laufeigenschaft zu optimieren.
Kanten schleifen verlangt einiges an Übung. Es empfiehlt sich daher ein Sportgeschäft aufzusuchen. Um Eintgelt von 8-10 Euro sollte dieser die Kanten wieder scharf machen.
Benötigtes Material zur Montage der Snowboardbindung: Schrauben, Unterlegscheiben und Schraubenzieher. Folgende Punte sollte man bei der Bindungsmontage berücksichtigen:
Distanz der Füße zueinander
In jedem Board sind die Löcher für die Schrauben der Bindung bereits vorgebohrt und bieten mehrere Verstellmöglichkeiten. Verschiedene Bohrungen auf dem Brett ermöglichen verschiedene Stellungen. Raceboarder haben die Füsse eher näher zusammen, Freestyler sind eher breitbeinig unterwegs. Für den Anfang ist eine mittlere Einstellung sicher ok.
Positionierung der Bindung im Verhältnis zur Boardlängsachse
Auch hier empfiehlt sich zu Anfang eine relativ neutrale Einstellung. Für Tiefschneefahrten macht eine Stellung im hinteren Bereich des Boards Sinn, um bessere Gleiteigenschaften zu erhalten.
Zentrierung der Bindung auf der Boardbreitachse
Wichtig ist hierbei die Zentrierung der Bindung zusammen mit dem Boot.
Zu nahe an der Frontsidekante: es besteht die Gefahr, daß die Zehen den Schnee den Schnee berühren. Dies bewirkt Geschwindigkeitsverlust, verminderten Kantengriff oder auch einen Sturz.
Genauso gilt es den Schneekontakt der Ferse auf der Backsidekante zu verhindern.
Ein Aufkantwinkel von 45° sollte möglich sein. Bei großen Füßen sind die Herstellerangaben zu Stance width beim Kauf des Boards zu beachten. Man sollte vorher prüfen: Wie breit ist das Snowboard und wie steil muss ich die Bindung einstellen, damit ich bis zu zu 45° aufgekanten kann.
Winkel der Bindung
Der Winkelgrad ist abhängig von der hauptsächlich gefahrenen Disziplin: Im Alpinen Snowboardbereich mit Hardboots ist die Bindung steiler eingestellt (der Winkel ist positiver) als im Freestyle oder Freeride. Generell gilt: die vordere Bindung ist meist 10 bis 20° steiler eingestellt als die hintere. Empfehlungen:
30° vorn und 10° hinten für Freerider
15° vorn und bis –5° hinten für Freestyler
55° vorn und 45° hinten für Racer
Die eigene Position ist um so stabiler, je größer die Differenz zwischen den Winkeln des vorderen und des hinteren Fußes ist, jedoch nur bis zur Grenze des Angenehmen.
Feinabstimmung am Berg:
Bei der ersten Fahrt nach der Montage empfiehlt es sich einen Schraubenzieher mitzuführen. So können noch nötige Änderungen gleich durchgeführt werden. Auch neigen Schrauben dazu, nach den ersten Fahrten locker zu werden. Dies ist durch nachmaliges Anziehen zu vermeiden. Lockere Schrauben sind schlecht für die Bindung, das Board und können auch zu Stürzen führen.