Neusiedler See-Radweg

neusiedlersee

Rund um den Neusiedler See. Wer die Strecke von insgesamt 133 km – davon 38 auf ungarischem Staatsgebiet – nicht scheut und seinen Reisepass oder Personalausweis mitnimmt, kann am Ziel seiner Fahrt an ein einzigartiges Raderlebnis verweisen: Nämlich den größten Steppensee Mitteleuropas „bezwungen“ zu haben.

Der Neusiedler See-Radweg gilt bedingt durch seine minimalen Höhenunterschiede und landschaftliche Vielfalt als besonders beliebt. Die Radler schätzen das einzigartige – und für diese Region doch so typische – Zusammenspiel von Natur und Kultur. Die mit wenigen Ausnahmen durchgehend asphaltierte Strecke bietet mit ihren beiden Grenzübergängen Pamhagen/Fertöd sowie Mörbisch am See/Fertörákos „grenzüberschreitenden“ Radgenuss. Neben dem Neusiedler See-Radweg locken weitere Radwege alljährlich tausende Radler in die Region Neusiedler See: Kirschblüten-Radweg (B12, 43 km), Lacken-Radweg (B20, 48 km), Hanság-Radweg (B22, 53 km) und Kultur-Radweg (B23, 26 km). Fünf Verbindungsradwege schaffen eine optimale Anbindung an das Radwegenetz im Burgenland und an das angrenzende Niederösterreich.

 

Quickinfo Neusiedlerseeradweg

Start/Ziel: Neusiedl am See

Länge: 133 km (davon 38 km auf ungarischem Gebiet), flach

Schwierigkeitsgrad: leicht, ideale Familientour in 2 bis 4 Etappen

Streckenbeschaffenheit:

flaches Ostufer, Seigungen nur in Ungarn und am Westufer. Durchgehend asphaltierter Radweg mit Ausnahme des Teilstücks Weiden am See – Podersdorf am See (Sand- und Schotterweg), teilweise verkehrsarme Nebenstraßen in Ungarn

Beschilderung: Als Neusiedlersee Radweg mit grünen Tafeln B10, in Ungarn mit blauen Schildern und weisser Schrift 

Etappenvorschlag:

Von Neusiedl am See nach Pamhagen 44 km

Der erste Abschnitt führt Sie durch die einsame, wildromantische Steppengegend des Seewinkels. Geographen und Naturschützer sprechen von einer landschaft­lichen Besonderheit, die großen Salzlacken bedingen eine in Europa einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Früher gab es hier riesige Rinderherden, die die Gräser kurz hielten und so den steppenartigen Charakter des Gebiets schufen. Aber auch Schweine- und Ziegenherden prägten das Bild der Pußta. Die Salzlacken, die wie Miniaturausgaben des Neusiedler Sees wirken, sind die Heimat zahlreicher Arten von Wasservögeln und anderen Tieren. Im Sommer trocknen einige der Lacken völlig aus und hinterlassen dann an der Oberfläche Salz­krusten, die den fremdartigen Charakter der Gegend noch verstärken. Die weiten Getreide- und Sonnenblumenfelder wiederum verleihen diesem Landstrich eine heitere Note.

 

Die Route selbst ist familienfreundlich, kein Autoverkehr trübt die Radlerfreuden, es gibt keinerlei Steigungen, und die Wege selbst sind meist asphaltiert. Folgen Sie immer der Beschilderung des „B 10”, des „Neusiedler See-Radwegs”.

 

Von Pamhagen nach Mörbisch 40 km

Auf dem Wegstück durch Ungarn treffen Sie in Fertöd auf einen der größten Herrensitze Ungarns. Die Fürsten Esterházy haben hier im Hanság, der Landschaft südlich des Seewinkels, ein prächtiges Schloss gebaut, das einst das „ungarische Versailles” genannt wurde. Weiters können Sie in Nagycenk eines der Schlösser des berühmten ungarischen Adelsgeschlechts der Széchenyis bewundern. Aber auch andere Dörfer entlang der Route sind sehenswert. So etwa Balf mit seinem Thermalbad aus der Römerzeit oder Fertörákos, mit dem einzigen ungarischen Strandbad am Neusiedler See. Besuchenswert ist aber auch das nur wenig abseits der Route gelegene Sopron, das frühere Ödenburg. Nicht nur preiswerte Geschäfte und ausgezeichnete Restaurants machen diese lebendige Stadt attraktiv, sondern vor allem auch deren wunderschöne Renaissancehäuser.

 

Auch der ungarische Abschnitt ist vollständig als „B 10”, Neusiedler See-Radweg, beschildert. Die Radroute verläuft meist auf Radwegen und einsamen Landstraßen mit Ausnahme der Variante über Sopron, hier müssen Sie mit etwas mehr Verkehr rechnen.

 

Von Mörbisch nach Neusiedl 40 km

Das Westufer stellt einen reizvollen Kontrast zum flachen Ostufer des Neusiedler Sees dar. Auf den sanften Hügeln reiht sich ein Weingarten an den anderen, dazwischen wachsen Kirsch- und Nussbäume, deren Blütenpracht vor allem im Frühling einen unvergesslichen Eindruck hinterlässt. Weißgetünchte Kapellen, Bildstöcke und Wegkreuze bringen Abwechslung ins Grün der Weingärten. Jeder Ort an der Route ist einen Besuch wert. Ob es nun Mörbisch ist mit seinen kleinen romantischen Gässchen oder Rust, die Storchenstadt, mit seinen sorgfältig restaurierten Häuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Ob Donnerskirchen, Purbach oder Breitenbrunn, und überall laden gastliche Heurigenschenken zum Genuss eines guten Tröpfchens Wein ein.

 

Die Fahrt geht weiter auf ruhigen Straßen und Radwegen, anfangs ist das Gelände leicht hügelig und so manche kleine Steigung erwartet Sie. Zusätzlich zum Neusiedler-See-Radweg bietet sich ein kurzer Abstecher nach St. Margarethen mit Märchenpark und Römersteinbruch sowie der Kirschblüten-Radweg bei Purbach.

 

 

siehe auch:Opens internal link in current windowFerienregion Neusiedler See

 

Tipp Mit der Neusiedler See Card (für Nächtigungsgäste in über 730 Partnerbetrieben kostenlos) gibt’s von Anfang April bis Ende Oktober freien Eintritt in See-, Frei- und Hallenbäder, Museen, Erlebniswelten und Gratisfahrt mit dem öffentlichen Verkehr in der Region, u.v.m. Informationen über die Region Neusiedler See sowie die Radtouren-Karte „Rad, Natur und Weltkultur“ mit zahlreichen Servicetipps (Radverleih, -reparatur und -taxi) gibt’s bei der

Neusiedler See Tourismus GmbH

Tel.: +43(0)2167/8600

info@neusiedlersee.com

www.neusiedlersee.com

 

Google Map Neusiedlersee