Wo Puszta und Schilfgürtel aufeinander treffen, liegt Mitteleuropas größter Steppensee und Österreichs jüngstes Weltkulturerbe, der Neusiedler See.
Der flache See mit seinem riesigen Schilfgürtel und die ihn umgebende grenzüberschreitende Kulturlandschaft mit ihren zahlreichen Naturschätzen und kulturlandschaftlichen Kleinoden sind in Europa einzigartig. Archäologische Denkmäler, wie der Steinbruch St. Margarethen oder die Altstadt von Rust, sind steinerne Zeugen einer bewegten Siedlungsgeschichte, die seit jeher vom Aufeinandertreffen verschiedenster Kulturen geprägt ist.
Zwischen Alpen und Puszta gelegen bietet die Region Neusiedler See einen einzigartigen Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Der Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel, der in diesem Jahr sein 10-jähriges Jubiläum feiert, ist der einzige Steppennationalpark Mitteleuropas. An die 300 seltenen Vogelarten finden sich hier zum Brüten ein, während auf ausgedehnten Hutweiden der Tiefebene Graurinder und Weiße Esel grasen.
Dorado für Familien und Sportler Für Sonnenhungrige ist die Region Neusiedler See ein Urlaubseldorado am Wasser. Mit 300 werden hier die meisten Sonnentage Österreichs im Jahr gezählt. Der Neusiedler See ist warm und flach und daher optimal für familiären Badespaß. An seiner tiefsten Stelle erreicht er nicht mehr als 1,8 m. Paradiesische Verhältnisse bieten sich auch Seglern und Surfern, die den windsicheren See längst zu ihrem Mekka erhoben haben.
Radeln und Reiten - soweit das Auge reicht 500 km auf dem Rad – Kaum eine andere Region Österreichs bietet ein derart gut ausgebautes Radwegenetz. Egal, ob man sportlich ambitionierte oder familienfreundliche Touren plant – entlang des Neusiedler Sees findet jeder die für ihn passende Route. Reiten hat am Neusiedler See Tradition: auf 150 km Reitwanderwegen können Pferdeliebhaber die unendlichen pannonischen Weiten erobern. Golf-Profis finden auf einem der schönsten Golfplätze Europas zwischen Leithaberg und Schilfgürtel optimale Bedingungen für den Abschlag.
Neusiedler See Card
Mit der Neusiedler See Card, die jeder Übernachtungsgast von Anfange April bis Ende Oktober gratis in einem von über 700 Partnerbetrieben erhält, öffnen sich die Tore zu mehr als 34 Freizeitattraktionen – und zwar kostenlos! Der Eintritt in nahezu alle See-, Frei- und Hallenbäder ist ebenso unentgeltlich wie die Fahrten mit allen Öffentlichen Verkehrsmitteln in der gesamten Region. Auch die Pforten vieler kultureller Sehenswürdigkeiten stehen weit offen: Mit dabei sind unter anderem die Schlösser Halbturn und Kittsee, das Burgenländische Landesmuseum, das Haydnmuseum sowie das Jüdische Museum in Eisenstadt.
Für Hobbyvolkskundler bietet sich ein Ausflug in das Dorfmuseum von Mönchhof an, in dem mehr als 3000 Exponate die Geschichte und Kultur der pannonischen Region dokumentieren. Freier Eintritt wird dem Gast auch bei Exkursionen im Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel und im Römersteinbruch St. Margarethen geboten. Wer den See per Schiff überqueren möchte, fährt mit der Neusiedler See Card zum halben Preis.
Weinkulinarische Genüsse
Die Sommer sind heiß, die Herbstnächte feucht und mild – unter diesen Voraussetzungen gedeihen am Neusiedler See international ausgezeichnete fruchtige Weiße, gehaltvolle Rote und der König der Weine, der Edelsüße. Gelegenheit zum Degustieren gibt es das ganze Jahr in originellen Vinotheken, alten Kellervierteln, Buschenschenken oder beim Winzer persönlich. Kulinarisch verwöhnt eine gastronomische Szene, die mit den Naturprodukten der Region und der Besinnung auf ihre Wurzeln eine unvergleichliche Stilrichtung geprägt hat: die neue pannonische Küche. Zelebriert werden die Köstlichkeiten der Genussregion im Pannonischen Herbst mit seinen Weinkulinarischen Wochen und dem Martiniloben, bei dem die Weinbauern allerorts ihre Keller öffnen und zur Jungweinverkostung einladen.
Kultur im pannonischen Rhythmus Vom Frühjahr bis in den Spätsommer pulsiert die Region, wenn ein kultureller Höhepunkt dem anderen folgt. Angefangen von den Operettenfestsspielen in Mörbisch auf der Seebühne über die St. Margarethener Opernfestspiele im Römersteinbruch bis zu den Internationalen Haydntagen auf Schloss Esterházy, wo der weltberühmte Komponist Joseph Haydn wirkte.