
Der Gleinkersee ist ein romantischer Bergsee in der Urlaubsregion Pyhrn-Priel, südwestlich von Windischgarsten. Die Wasserqualität ist sehr gut. Er liegt auf einer Seehöhe von 806 m. Der See ist etwa 600 Meter lang und 400 Meter breit und wird teilweise von steilen, bewaldeten Felsregionen umgeben. Die Tiefe des Sees beträgt fast überall 20 bis 25 Meter, nur an einer Stelle fällt der Seeboden ganz unvermittelt steil und trichterförmig bis über 125 Meter ab. Auf diese Tiefe bezieht sich eine Sage aus der Zeit der Franzosenkriege. Die Mönche des Stiftes Spital versuchten, ihr Vermögen in Sicherheit zu bringen und versenkten es im See. Nach Kriegsende versuchten sie den Schatz wieder zu bergen, jedoch hatte sich der Seegrund an dieser Stelle gesenkt und niemand konnte ihn mehr heben.
Entstanden ist der Gleinkersee wahrscheinlich aus einem kleinen Gletscher gegen Ende der letzten Eiszeit, vor etwa 20.000 Jahren. Der Gletscher hat eine Mulde ausgeschürft. Das dadurch enstandene Becken hat sich nach Abschmelzen des Eises mit Wasser gefüllt. Fischbetand: Karpfen, Zander, Forelle, Hecht.
Sage "Die Goldlucken am Gleinkersee":
An der aus dem Gleinkersee bei Windischgarsten emporsteigenden Felsenwand des Seesteins befindet sich eine Höhle, die Goldlucken genannt, die, wie ihr Name besagt, einen ungeheuren Schatz in sich birgt. Sie wird von einem schwarzen, feurigen Hunde bewacht, der den Schlüssel zur Goldtruhe im Maule trägt. Mancher Waghals soll hinaufgestiegen sein und Hund und Schatz gesehen haben, aber keiner derselben hat den Schatz behoben.
Quelle: Oberösterreichische Volkssagen. Gesammelt von Kajetan Alois Gloning. Ried 1884. S. 45
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Pyhrnautobahn A9 Abfahrt Roßleithen - links B138 Abfahrt Gleinkersee - der Beschilderung folgen.