
- Kurort Bad Ischl, Salzkammergut
Bad Ischl
Bad Ischl liegt auf 468 m Höhe in Oberösterreich.
1821 kam der Wiener Arzt Dr. Franz Wirer nach Ischl und informierte sich über die Kurerfolge des Salinenphysikus Dr. Josef Götz, der seit 1807 die Wirkung von Solebädern an erkrankten Salinenarbeitern erprobte. Die ersten etwa 40 (auswärtigen) Kurgäste erschienen 1822. Im Jahr darauf verdoppelte sich die Zahl der Gäste. 1823 kann als eigentliches Gründungsjahr für das erste Ischler Heilbad als Solebad angesehen werden. Die vom Salinenkassier Michael Tänzl in seinem Haus an der Traun errichtete Sole-Badestube (Tänzelbad) musste bereits 1825 erweitert werden.
Ischl stieg schon bald zu einem Kurort von europäischer Bedeutung auf. Die Zahl der Gäste, die nach Ischl kamen - darunter Staatskanzler Metternich und Erzherzog Rudolf - wurde zunehmend größer. 1827 kurte das erzherzogliche Ehepaar Franz Karl und Sophie, die Eltern des späteren Kaiser Franz Josef, hier zum ersten Mal. 1827/1828 errichteten Franz und Magdalena Koch den Posthof (Gasthof zur Post), das erste Hotel des Salzkammergutes.
Den Höhepunkt der Ischler Blütezeit bildete die Zeit von 1849 bis 1914 als kaiserlicher Sommerresidenz unter Kaiser Franz Joseph I..
Kurangebot
Im subalpinen Klima Bad Ischls sind verschiedenen Heilquellen – von der Ischler Sole der Glaubersalzquelle bis zum Salzberg-Schlamm – vor allem für die Atmungsorgane, das Herz-Kreislaufsystem und den Bewegungsapparat eine Wohltat. Daneben ist mit dem Wohlfühlzentrum im Eurothermen Ressort Bad Ischl eine orientalische Wellness-Oase mit Alhambra, Rasul, türkischem Dampfbad und Hamam entstanden.
Kurmittel:
Bad Ischler Sole, 27 % Salzgehalt
Kalte Natrium-Chlorid-Sulfat-Schwefelquelle (63 mg/kg zweiwertiger Schwefel)
Glaubersalzquelle
Soletrinkquelle (NaCl-Gehalt 14 g/kg)
Salzbergschlamm.
Kureinrichtungen:
Eurothermen Ressort Kneipp-Kuranstalt Bad Ischl (Therapie- und Erlebnisbad ) mit Alhambra (Wellness-Oase, SabbiaMed, Rasul, Oriental.Dampfbad, Haman, Quattro-Sauna)
Kurpark
Kneipp Kuranstalt
Indikationen:
- Erkrankungen der Atemwege
- Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates
- Erkrankungen des Herz- und Kreislaufsystems
- Störungen des Verdauungsapparates und Stoffwechselsystems: Trinkkur mit Glaubersalz, Schlammpackungen
- Erkrankungen der Unterleibsorgane und Harnwege

- Bad Ischl Kaiservilla

- Bad Ischl Kongresshaus

- Bad Ischl Trinkhalle

- Bad Ischl Leharvilla

- Bad Ischl Marmorschloessel

- Bad Ischl Maximillianbrunnen
Sehenswürdigkeiten:
- Die Kaiservilla in Bad Ischl
- Museum der Stadt Bad Ischl
- Die Lehár-Villa
- Kongresshaus
- Sophiens Esplanade
- Die Trinkhalle
Museen
- Kaiservilla, Sommerresidenz von Kaiser Franz Joseph I.
- Museum der Stadt Bad Ischl im ehemaligen Hotel Austria
- Lehár-Villa, ehemaliges Anwesen von Franz Lehár
- Museum Fahrzeug-Technik-Luftfahrt
- Photomuseum im Marmorschlössl, ehemaliges Teehaus von Kaiserin Sisi
- Freilichtmuseum Ischlerbahn
- Haenel-Pancera-Familienmuseum
Profanbauten
- Ehemaliges Hotel Elisabeth (früher Hotel Tallachini): Eröffnung 1844
- Ehemaliges Hotel Post
- Ehemaliges Sud- oder Pfannhaus (Kolowrat-Sudhaus): 1834 erbaut
- Kongress- und Theaterhaus: 1873–1875 erbaut
- Lehár-Filmtheater (Lehartheater)
- Neues Kurhaus: 1932 nach Plänen von Clemens Holzmeister errichtet.
- Plaßmühle (Niedermühle): erstmalig im 15. Jh. urkundlich erwähnt, erbaut zwischen 1599 und 1607. Dreiflügeliger Bau mit Galerien. 1639 Freisitz des Zacharias Plaß von Mühlleiten, nach dem die Niedermühle seit damals benannt wird
- Postamtsgebäude: erbaut 1895
- Sophiens Esplanade: errichtet um 1830, erweitert 1869
- Trinkhalle: 1829 bis 1831 von Franz Lössl erbaut, unter Denkmalschutz stehend
- Villa Seilern: 1881 erbaut, im Eigentum der Lehrerkrankenkasse, Hotelbetrieb
- Villa Blumenthal: An der Straße nach Lauffen, 1893 auf der Weltausstellung in Chicago gezeigt. Das aus amerikanischer Pechkiefer errichtete Gebäude wurde zerlegt und 1895 von Oskar Blumenthal in der Kaltenbachau neu aufgestellt. Es wird daher auch als „Urahn des Fertighauses“ bezeichnet.
Schlösser und Burgen
- Kaiservilla und Kaiserpark
- Burgruine Wildenstein
Sonstige
- Konditorei Zauner, ehemalige K&k Hof-Zuckerbäcker
- Café Ramsauer, seit 1826 in Betrieb
Denkmäler
- Der Maximilianbrunnen an der Traun, errichtet zum Gedenken an Ferdinand Maximilian von Österreich, den 1867 hingerichteten Kaiser von Mexiko
- Franz-Karl-Brunnen (1881)
- Hasner-Denkmal (1893)
- Kaiser-Jagdstandbild, 1910 enthüllt, geschaffen von Georg Leisek (1869–1936)
- Kaiser-Franz-Joseph-Kreuz, 1910 auf der Katrin errichtet
- Lehár-Denkmal (1958)
- Maria-Louisen-Quelle (1840)
- Maximilianbrunnen (1868)
- Onderdonk-Brunnen (1951)
- Rudolfs-Denkmal (1839)
- Stelzhamer-Denkmal
- Wirer-Denkmal (1839)
Ausflugsziele:
- Hohenzoller Wasserfall
- Hoisenradalm
- Katrin-Alm am Katergebirge
- Rettenbachalm
- Rettenbachklamm
- Siriuskogl mit Einsiedlerstein und Aussichtsturm
Bad Ischl Statistik:
Bundesland Oberösterreich
Politischer Bezirk Gmunden (GM)
Fläche 162,85 km²
Koordinaten 7° 43′ 13″ N, 13° 38′ 0″ E Dezimal 47.720278°, 13.633333°
Höhe 468 m ü. A.
Einwohner 14.066 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte 86 Einwohner je km²
Postleitzahl 4820
Vorwahl 06132
Anreise Bad Ischl:
Von Wien/Linz:
A1 (Westautobahn) Abfahrt Regau
Salzkammergutbundesstraße B 145
Ab Wien ca. 3 Stunden
Von München:
Autobahn Richtung Salzburg
A1 Abfahrt Thalgau Bundesstraße B 158
Ab Salzburg ca. 1 Stunde
per Bahn:
Linz od. Salzburg - Attnang-Puchheim - Bad Ischl
Graz - Stainach Irdning - Bad Ischl